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Websites in Chrome blockieren: so geht's

In den Chrome-Einstellungen gibt es keine Sperrliste. Mit diesen vier Methoden blockierst du ablenkende Seiten trotzdem, von der Erweiterung in einer Minute bis zur hosts-Datei.

· 3 Min. Lesezeit

Wenn du in den Chrome-Einstellungen nach einem Button „Diese Seite blockieren“ gesucht hast, hast du sicher gemerkt: Es gibt ihn nicht. Normale Chrome-Profile haben keine eingebaute Sperrliste. Trotzdem kannst du jede Website in wenigen Minuten blockieren. Welche Methode passt, hängt davon ab, warum du sie blockieren willst.

Methode 1: eine Erweiterung zum Blockieren von Websites

Für die meisten ist das der schnellste Weg. Eine Blocker-Erweiterung sitzt in deiner Symbolleiste, du wählst die Seiten aus, und sie bleiben zu, während du arbeitest.

  1. Öffne den Chrome Web Store und installiere einen Website-Blocker wie Flowly.
  2. Pinne die Erweiterung an die Symbolleiste, damit sie nur einen Klick entfernt ist.
  3. Wähle die Seiten aus, die dich ablenken. Flowly bringt schon eine fertige Liste mit: YouTube, Instagram, TikTok, Reddit, X, Facebook, Netflix, Twitch.
  4. Starte eine Fokussitzung oder leg einen Zeitplan fest.

Erweiterungen funktionieren in Chrome und in anderen Chromium-Browsern, die Erweiterungen aus dem Chrome Web Store installieren, zum Beispiel Edge, Brave, Opera und Arc.

Flowly zeigt dir nicht einfach eine Wand. Wenn du eine blockierte Seite öffnest, fragt es nach dem Warum. Wähle einen Grund und geh dann zurück an die Arbeit oder erlaube dir ganz bewusst 5 Minuten.

Methode 2: Websites nach Zeitplan blockieren

Wenn das Problem eine bestimmte Tageszeit ist, ist ein Zeitplan besser, als jedes Mal ans Einschalten zu denken. Leg deine Fokuszeiten einmal fest, zum Beispiel werktags von 9:00 bis 13:00 Uhr, und die Sperrliste schaltet sich von selbst ein. Außerhalb dieser Zeiten funktioniert Chrome ganz normal. Hier erfährst du, wie du Websites nach Zeitplan blockierst.

Methode 3: die hosts-Datei

Auf deinem Computer gibt es eine kleine Textdatei namens hosts, mit der du jede Domain ins Leere umleiten kannst. Eine Zeile wie „127.0.0.1 www.youtube.com“ macht die Seite in jedem Browser auf diesem Computer unerreichbar.

  • Vorteile: kostenlos, funktioniert in allen Browsern, keine Erweiterung nötig.
  • Nachteile: Du brauchst Administratorrechte, es gibt keinen Zeitplan und keine Ausnahmen, und bei jeder Änderung musst du eine Systemdatei bearbeiten.

Die hosts-Datei ist gut für eine Seite, die du dauerhaft loswerden willst. Für Seiten, die du nur während der Arbeit meiden möchtest, ist sie zu grob.

Wenn du Websites für ein Kind blockieren möchtest, nimm Google Family Link. Damit verwalten Eltern ein beaufsichtigtes Google-Konto, einschließlich der Seiten, die Chrome öffnen darf. Family Link ist für die Kindersicherung gedacht und eignet sich deshalb kaum, um deine eigenen Ablenkungen zu blockieren.

Welche Methode passt zu dir?

  • Du willst dich bei der Arbeit oder beim Lernen konzentrieren: eine Erweiterung mit Fokussitzungen.
  • Deine Schwachstelle ist eine bestimmte Tageszeit: eine Erweiterung mit Zeitplan.
  • Eine Seite soll komplett vom Computer verschwinden: die hosts-Datei.
  • Du bist Mutter oder Vater: Family Link.

So bleibt die Sperre bestehen

Meistens scheitert das Blockieren nicht am Tool. Es scheitert daran, dass man den Blocker in dem Moment ausschaltet, in dem er stört. Deshalb stellt Flowly eine Frage, statt nur Nein zu sagen: YouTube zu öffnen wird zu einer kleinen Entscheidung statt zu einem Reflex. Fang mit den ein oder zwei Seiten an, die dich am meisten Zeit kosten, etwa YouTube, und füg später weitere hinzu.